Das eigentliche Risiko im Erstgespräch

Viele verlieren Aufträge nicht wegen ihres Angebots.
Der Verlust entsteht viel früher: in dem Moment, in dem sie anfangen zu beraten, bevor der Kunde überhaupt bereit dafür ist.

Ich habe das selbst erlebt.
Ich wollte helfen.
Also habe ich geliefert.
Der Kunde konnte danach starten — ohne mich.

Dieses Muster sehe ich bei Beratern, Coaches und Dienstleistern immer wieder:
Der Wunsch, sofort Wert zu zeigen, kippt das Gespräch unbemerkt aus der Balance.
Auf einmal spricht man nicht mehr über den Bedarf, sondern über die Lösung – zu früh, zu detailliert, zu engagiert.

Warum Kunden nach einem guten Gespräch trotzdem abspringen

Ein intensives Erstgespräch fühlt sich oft stark an.
Die Energie stimmt, der Austausch wirkt lebendig, beide Seiten sind aufmerksam.

Doch sobald du Lösungen teilst, bevor das Problem klar benannt wurde, verlagert sich der Fokus.
Der Kunde beginnt zu vergleichen: Inhalte, Methoden, Argumente.
Er verliert den Kontakt zu seiner eigenen Situation.

Ab hier wird es riskant.
Ein Kunde entscheidet selten auf Basis deiner Expertise.
Er entscheidet auf Basis der Frage: „Fühlt sich das nach einer passenden Begleitung für mein konkretes Thema an?“

Wenn dieser Zusammenhang fehlt, wirkt dein Input wie hilfreiche Inspiration – nicht wie ein Angebot.

Was ein echtes Erstgespräch unterscheidet

Ein starkes Erstgespräch ist kein Vortrag.
Keine Show. Keine überladene Strategie.
Es ist ein präzise geführtes, offenes Gespräch, das Klarheit erzeugt — ohne Druck.

Der Rahmen dafür ist erstaunlich simpel:

▪︎ Was ist der Ausgangspunkt?
▪︎ Welches Ziel hat Priorität?
▪︎ Welche Entlastung wäre kurzfristig relevant?
▪︎ Welche Schritte gab es bereits?
▪︎ Woran scheitert es aktuell?
▪︎ Was würde eine Veränderung stabil machen?

Diese Fragen holen den Kunden zurück in seine Realität.
Sie geben dir Orientierung.
Sie zeigen, wo du wirklich unterstützen kannst — und wo nicht.

Und vor allem: Sie verhindern, dass du zu früh in die Lösung springst.

Warum die Reihenfolge entscheidet

Wenn der Bedarf klar ist, entsteht ein natürlicher Übergang zum Angebot.
Der Kunde erkennt selbst, dass eine Begleitung sinnvoll ist.
Nicht, weil du drückst, argumentierst oder überzeugst.
Sondern weil die Struktur logisch aufeinander aufbaut.

Viele überspringen diesen Schritt.
Sie präsentieren ihre Lösung, bevor der Bedarf wirklich greifbar ist.
Die Folge: Das Gespräch verliert Tiefe, der Kunde verliert Orientierung, der Abschluss verliert Wahrscheinlichkeit.

Dabei ist die Lösung oft gar nicht das Problem.
Die Reihenfolge ist es.

Was Verkäufer selten berücksichtigen

Ein Erstgespräch hat drei Ebenen, die parallel wirken:

1) Emotionale Ebene:
Der Kunde spürt, ob du wirklich verstehst, was ihn bewegt.
Nicht oberflächlich, sondern im Kern.

2) Strukturelle Ebene:
Ein klares Gerüst gibt dir Führung.
Der Kunde lehnt sich eher an, wenn er merkt, dass du nicht improvisierst.

3) Fachliche Ebene:
Deine Expertise bekommt erst dann Wirkung, wenn klar ist, wo sie ansetzt.

Viele springen direkt in Ebene drei.
Damit fehlt der Boden — und ohne Boden kann ein Angebot nicht greifen.

 

Kundengespräch

 

 

Zeit für Struktur statt Zufall

Dein Erstgespräch entscheidet, ob aus Interesse Vertrauen wird und ob aus Vertrauen Zusammenarbeit entsteht.
Nicht durch mehr Input.
Durch mehr Klarheit.

 

 

Wenn du willst, prüfen wir gemeinsam, wo deine Erstgespräche Potenzial liegen lassen und schaffen eine Struktur, die für dich arbeitet, statt gegen dich.

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Christina Bodendieck Akquise und Verkaufsmentorin

Hallo, ich bin Christina.
Ich arbeite mit Selbstständigen und Coaches, die Kunden gewinnen wollen klar, menschlich und ohne Verkaufsdruck. Bei mir bekommst du eine Sprache, die dein Kunde versteht, und eine Strategie, die zu dir passt. Aus Erfahrung, nicht aus dem Lehrbuch. Damit du verkaufen kannst, ohne dich zu verstellen und Ergebnisse bekommst, die in deinem Alltag wirklich ankommen.

 

 

 

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