Coaching-Angebot verkaufen: So führst du Erstgespräche, die verbinden – statt verunsichern
Viele Coaches kennen das:
Alle lieben ihre Arbeit – aber das Coaching-Angebot verkaufen?
Da kommt plötzlich Zweifel, Widerstand oder dieser innere Satz:
„Ich will mich nicht verkaufen. Die Klienten sollen von selbst kommen.“
Und ehe man sich versieht, landet man in einer der häufigsten Fallen:
Man geht in Vorleistung, statt einzuladen.
Die typische Situation – du kennst sie vielleicht
Ein potenzieller Klient ruft an.
Hat ein echtes Problem.
Du hörst zu.
Ihr habt sofort einen Draht zueinander.
Er erzählt … du fragst …
Er erzählt weiter …
Und plötzlich ist eine Stunde vorbei – und ihr seid mitten im Coaching.
Nur eines ist nicht passiert:
Du hast dein Coaching-Angebot nicht verkauft.
Nicht, weil du nicht willst.
Sondern weil du zu früh eingestiegen bist.
Warum diese Situation so oft passiert
Wenn Klienten mit einem konkreten Anliegen kommen, ist die Versuchung groß:
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sofort zu helfen
-
Kompetenz zu zeigen
-
Lösungen anzubieten
-
„schon mal loszulegen“
Und ja – dadurch baust du Vertrauen auf.
Aber du löst auch schon so viel im Erstgespräch, dass dein Gegenüber keinen Bedarf mehr sieht, weiter mit dir zu arbeiten.
Die Ursache dahinter?
Du klärst den Bedarf nicht.
Du berätst zu früh.
Du gehst in den Prozess, bevor du einlädst.
Damit machst du dich – ohne es zu wollen – austauschbar.
Der Schlüssel: Kläre zuerst den Bedarf deines Klienten
Bevor du ein Angebot nennst, musst du verstehen:
-
Worum geht’s wirklich?
-
Was belastet deinen Klienten?
-
Welche Veränderung sucht er?
-
Was soll am Ende anders sein?
Nutze dazu offene W-Fragen:
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Was führt Sie zu mir?
-
Was beschäftigt Sie aktuell?
-
Was möchten Sie konkret lösen?
Mit diesen Fragen:
-
bekommst du echte Einblicke
-
baust du Vertrauen auf
-
zeigst du ehrliches Interesse
-
und du hältst das Gespräch dort, wo es hingehört: beim Bedarf, nicht bei der Methode
Das ist die Grundlage, um dein Coaching-Angebot zu verkaufen – klar, direkt, ohne Druck.
Verbinde dich, bevor du verkaufst
Viele Coaches machen den Fehler, sich über ihre Methoden zu definieren:
-
Tools
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Qualifikationen
-
Philosophien
Doch dein Klient fragt sich nur eines:
„Bin ich hier richtig?“
„Werde ich verstanden?“
„Kann sie mir helfen?“
Deshalb:
Sprich weniger über dich – und mehr über das, was sich für ihn verändert.
Mach dein Angebot – aber aus seiner Perspektive
Nachdem du den Bedarf klar hast, wird’s leicht.
Denn jetzt weißt du:
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Welche Herausforderung er hat
-
Welche Ergebnisse er will
-
Welche Schritte dafür nötig sind
-
Wie du ihn begleiten kannst
Und du präsentierst dein Angebot so:
„Was Sie durch die Zusammenarbeit mit mir erreichen …“
statt
„Wie mein Coaching aufgebaut ist …“
Denn du verkaufst nicht:
❌ Coaching
❌ Methoden
❌ Prozesse
Du verkaufst:
✔️ Sicherheit
✔️ Lösungen
✔️ Klarheit
✔️ Erleichterung
✔️ ein Ziel, das erreichbar wird
Erkenne Kaufsignale – sie kommen früher, als du denkst
Viele Coaches übersehen den Moment, in dem der Klient schon längst bereit ist:
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er nickt oft
-
er stellt Zukunftsfragen
-
er sagt Sätze wie „Das klingt stimmig“
-
er fragt nach Terminen
-
er fragt nach Ablauf oder Dauer
Das sind klare Kaufsignale.
Du musst nicht pushen.
Du darfst einfach einladen:
„Wollen wir gemeinsam starten?“
Natürlich.
Ehrlich.
Auf Augenhöhe.
Höre dazu die aktuelle Podcastepisode:


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