Verkaufsmythen: Warum sie uns im Verkauf ausbremsen
Rund um das Verkaufen kursieren viele Annahmen. Manche davon klingen logisch, andere halten sich hartnäckig über Jahre. Genau diese Gedanken sorgen oft dafür, dass sich Verkaufsgespräche schwer, verkrampft oder unangenehm anfühlen.
In Gesprächen mit Menschen aus Vertrieb, Beratung und Selbstständigkeit tauchen diese Überzeugungen immer wieder auf:
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Der Kunde muss im ersten Gespräch kaufen
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Ich muss den Kunden überzeugen
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Alle Produktvorteile gehören bis ins Detail erklärt
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Ein Nein beendet das Gespräch
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Small Talk hat im Verkauf nichts verloren
Diese Annahmen machen Verkaufen anstrengend. Vor allem nehmen sie Leichtigkeit und echte Verbindung aus dem Gespräch.
Wie Verkaufsannahmen unseren Erfolg beeinflussen
Ich kenne diese Gedanken gut.
Viele davon hatte ich selbst im Kopf, vor allem in meiner Zeit im Außendienst. Nicht laut ausgesprochen, eher unterschwellig. Und genau dort wirken sie besonders stark.
Erst mit Abstand wurde mir klar, wie sehr sie meinen Verkauf behindert haben.
Wenn ich davon ausgehe, dass mein Gegenüber sofort entscheiden muss, rede ich meist zu viel. Ich erkläre, rechtfertige, überzeuge. Das Gespräch kippt schnell in einen Monolog.
Gleichzeitig steige ich viel zu früh in einen Beratungs- oder Coachingmodus ein, ohne dass klar ist, ob mein Gesprächspartner überhaupt mit mir arbeiten möchte.
Diese Erfahrung habe ich in meiner Anfangszeit als Selbstständige sehr deutlich gemacht.
Ich habe im Erstgespräch zu viel gegeben, mein Gegenüber hat sich bedankt – und den nächsten Schritt allein umgesetzt.
Struktur gibt Sicherheit im Erstgespräch
Nach über 24 Jahren Selbstständigkeit weiß ich:
Eine klare Struktur und eine bewusste Gesprächsführung machen Erstgespräche sicherer. Für beide Seiten.
Das bedeutet nicht, Gespräche starr zu führen oder nach Skript zu arbeiten. Es bedeutet, Orientierung zu haben und Raum für echtes Interesse zu lassen.
Dabei spielt die eigene Persönlichkeit eine entscheidende Rolle.
Verkaufen beginnt bei deiner Persönlichkeit
Es leben fast acht Milliarden Menschen auf dieser Welt.
Kein Mensch tickt gleich, kein Gespräch läuft identisch.
Warum also glauben wir, dass Verkaufen immer gleich aussehen muss?
Je mehr du deinen eigenen Stil zulässt, desto stimmiger fühlt sich Verkauf an.
Du wirkst präsenter, klarer und authentischer.
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Du bist in deiner Kraft
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Du wirkst sicher
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Du zeigst, dass Zusammenarbeit möglich ist
Genau dadurch entsteht Unterscheidbarkeit.
Nicht durch Lautstärke oder Druck, durch Echtheit.
Verkaufsmythen erkennen und auflösen
Ein guter erster Schritt besteht darin, die eigenen Annahmen sichtbar zu machen.
Frag dich ehrlich:
Welche Gedanken hast du über Verkauf?
Zum Beispiel:
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Der Kunde kauft ohnehin nicht
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Mein Angebot ist zu teuer
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Das Gespräch wird schwierig
Solche Erwartungen wirken bereits, bevor das Gespräch überhaupt beginnt.
Mir hat es geholfen, diese Gedanken bewusst zu prüfen und mit einer anderen Haltung in Gespräche zu gehen.
Zum Beispiel so:
Ich bin neugierig auf mein Gegenüber.
Ich möchte verstehen, ob wir zueinander passen und wobei ich unterstützen kann.
Diese innere Ausrichtung verändert das Gespräch spürbar.
Vertrauen statt Vergleich
Vertrau dir und deinen Stärken.
Vergleiche dich nicht mit anderen.
Mach dir bewusst, welchen Mehrwert du in ein erstes Gespräch einbringst. Genau dort entsteht eine Basis für echte Zusammenarbeit – ruhig, klar und auf Augenhöhe.
Höre dazu die aktuelle Episode von akquise-to-go Podcast:

Hallo, ich bin Christina.
Ich arbeite mit Selbstständigen und Coaches, die Kunden gewinnen wollen klar, menschlich und ohne Verkaufsdruck. Bei mir bekommst du eine Sprache, die dein Kunde versteht, und eine Strategie, die zu dir passt. Aus Erfahrung, nicht aus dem Lehrbuch. Damit du verkaufen kannst, ohne dich zu verstellen und Ergebnisse bekommst, die in deinem Alltag wirklich ankommen.
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Foto: Beata Lange und Pixabay.com


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